Höhere Vermögenssteuern und Eigenmietwert für Steuerperiode 2009
Hauseigentümer: Einmal mehr die Milchkühe des Kantons
Mit grossem Erstaunen nimmt der Hauseigentümerverband Kanton Zürich zur Kenntnis, dass der Zürcher Regierungsrat eine Erhöhung der Vermögenssteuern und Eigenmietwerte beschlossen hat. Dies geht aus der soeben publizierten Weisung 2009 hervor. Die erhöhten Werte werden den Steuerpflichtigen im Januar 2010 zugestellt und sind erstmals im Kalenderjahr 2010 in der Steuererklärung 2009 – und damit rückwirkend – einzusetzen. Diese Erhöhung bedeutet eine weitere finanzielle Belastung. Dies in einer Zeit, in der Entlastungen einen klaren wirtschaftlichen Mehrwert bringen und Belastungen eine Verzögerung der Konjunkturerholung bedeuten können.
Der HEV Kanton Zürich ist klar der Ansicht, dass der Zeitpunkt der Einführung der Weisung 2009 falsch gewählt ist:
Durch höhere Vermögenssteuern und Eigenmietwerte steigt die steuerliche Belastung insbesondere des Mittelstandes weiter an. Diese Mittel fehlen dann erfahrungsgemäss beim Konsum und insbesondere für Massnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs – welche wiederum von der öffentlichen Hand gefordert werden. In den letzten Monaten hat sich mehrfach gezeigt, dass sowohl der private Konsum wie energetische Sanierungen einen wichtigen Beitrag zur Stützung der Wirtschaft leisten.
Die Entwicklung der Preise im Immobilienmarkt befindet sich heute klar auf einem Kulminationspunkt. Es ist deshalb nachweislich damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise in den kommenden Monaten und Jahren infolge einer zunehmenden Inflation und steigender Zinsen wieder sinken werden. Die Steuern werden also sehr bald auf zu hohen Werten basieren. Offen ist aber, ob und wann die Steuersätze inskünftig angepasst werden.
Diese Erhöhungen kommen auch deshalb zum falschen Zeitpunkt, da die Steuerzahler nach wie vor auf einen Ausgleich der kalten Progression warten.
Der Hauseigentümerverband ist überzeugt, dass seine Zwillingsinitiativen zur Eigenmietwertbesteuerung („Sicheres Wohnen im Alter“) und Bausparen („Eigene vier Wände dank Bausparen“) gerade rechtzeitig lanciert wurden. Sie wollen diese steuerliche Mehrbelastung der Hauseigentümer eliminieren und das Eigentum fördern. Die soeben publizierte Weisung 2009 zeigt klar auf, dass diese Initiativen richtig und wichtig sind. Da ein Grossteil der Hauseigentümer Liegenschaften aus Gründen der Altersvorsorge besitzt, bedeutet die Besteuerung des fiktiven Einkommens (Eigenmietwert) vor allem für Rentnerinnen und Rentner eine enorme und ungerechtfertigte Belastung.
Der Hauseigentümerverband wird die Weisung 2009 im Detail analysieren und die Auswirkungen berechnen. Der Verband prüft weitere Schritte.